Das Wochenbett

Das Wochenbett beginnt unmittelbar nach der Geburt der Plazenta. Es ist ein alter Begriff, da früher alle frischentbundene Frauen mind. 1 Woche noch im Bett bleiben sollten.

Wie sollte das Wochenbett Heute aussehen?

→ wenn Ihr es möglich machen könnt: 7 Tage im Bett, 7 Tage auf dem Bett und 7 Tage um das Bett herum.

 Wichtige Dinge passieren im Wochenbett:

– Ihr lernt Euer Baby kennen und knüpft ein lebenslanges Band zwischen Euch

– das Annehmen der Abhängigkeit von Liebe, Nahrung und Pflege, welche lebensnotwendig für Euer Baby ist.

– Ihr verarbeitet in dieser Zeit Eure Geburtserlebnisse

– Euer Körper stellt sich in dieser Zeit um und heilt.

– Ihr entscheidet eventuell ob Ihr stillen wollt oder nicht

– Ihr als Familie passt Euch der neuen Situation an und wachst neu zusammen.

Das Wochenbett vorbereiten

 – Ihr könnt einmal Euren Kleiderschrank nach Kleidung durchsuchen, die eventuell schon stilltauglich ist.

– weit ausgeschnittene Oberteile kann man gut über die Brust ziehen. Kleider und Oberteile zum knöpfen sind auch sehr gut

– Eure Kleidung sollte auf jeden Fall in der Waschmaschine waschbar sein. Ihr werdet schnell die Bekanntschaft mit Milchflecken machen.

– Ihr könnt Euch natürlich Stilloberteile kaufen, müsst es aber nicht!

– Eure Still-BHs kauft ihr Euch am Besten 2-3 Wochen nach der Geburt, weil sich in dieser Zeit Eure Brust noch mal ziemlich verändert wir.

– gemütliche Hosen, die Ihr gerne tragt, gerne 1-2 Größen zu groß oder zieht einfach Eure Umstandsleggins weiter an.

– Höschen sind auch ziemlich wichtig. Für die ersten Tage 2 Packungen Höschen aus Frottee, die auch gerne 1 Nummer größer, da es einfach bequemer ist und ihr Patz für die dicken Binden braucht. Wichtig ist auch, dass die Unterwäsche atmungsaktiv ist.

Aus dem Drogeriemarkt für uns Frauen

– Binden (die Dicken für die ersten Tage nach der Geburt)

Stoffbinden, wenn du gerne an die Umwelt denkst. 

– Stilleinlagen (Wolle Seide, Wegwerf-Stilleinlagen, Baumwoll-Stilleinlagen

– Wochenbett Truhe oder eine Schachtel, in der Du für Dich wichtige Dinge packst, die immer in der Nähe sein sollten.

– Wettbags sind super, da kann man, gerade wenn man unterwegs ist, immer alle nassen und schmutzigen Dinge hineinwerfen und mitnehmen.

Multimedia Urlaub im Wochenbett

     

– Ihr werdet in der Anfangszeit sicher das Bedürfnis haben Euch ganz und gar zurückzuziehen. Was völlig normal und gut ist.

– das ist eine gute Zeit, um einfach mal das Handy und/oder Tablett beiseite zu legen und eine Pause davon zu machen.

– Ihr könnt es ja schon einmal in der Schwangerschaft ausprobieren, wie es sich anfühlt und ob es etwas für Euch ist.

– ein guter Tipp ist: schaltet das Handy einfach auf Flugmodus, dann könnt Ihr trotzdem Fotos Knirpsen und die tollsten Momente von Eurem Baby festhalten.

Besuch

                                    

 

– macht Euch vorher bewusst, ob Ihr Besuch im Krankenhaus und in den ersten Wochen zu Hause haben möchtet.

– deine eigenen Wünsche und Vorstellungen sind sehr wichtig und sollten geäußert werden. – > all das, was Stress verursacht ist im Wochenbett und darüber hinaus nicht sinnvoll.

– es ist auch völlig in Ordnung, vielleicht entgegen aller Meinungen, in den ersten Wochen keinen Besuch zu empfangen. Besprecht das aber als Paar untereinander, denn jeder sollte seine Wünsche äußern können.

– und wenn Ihr Besuch haben möchtet, dann soll der Besuch Essen mitbringen und sich nützlich machen!

– denn ihr solltet im Wochenbett nicht Essen kochen und die Wohnung putzen!

 Anträge etc.

    

– Anträge fürs Kindergeld und Elterngeld könnt Ihr in der Schwangerschaft schon soweit vorbereiten, dass nach der Geburt nur noch der Name des Babys und das Geburtsdatum eingetragen werden muss.

– auch der Umschlag fürs Standesamt kann schon soweit vorbereiten werden, dass Ihr den einfach im Krankenhaus (meist übernehmen die Krankenhäuser den Versand ans Standesamt) abgegeben müsst.

– im Vorfeld nach einem Kinderarzt suchen, viele Kinderärzte sind Monate im voraus schon voll.

– vorher abklären, wie oft man, im Falle, wenn man keine Hebamme hat, zum Frauenarzt und Kinderarzt wegen Kontrolle muss. →Eventuell „Termine“ machen etc.

Essen

   

– wirklich ein gut gemeinter Rat: kocht Euch in der Schwangerschaft Essen vor und friert es ein!

– ihr werdet in der ersten Zeit keine Zeit und auch Lust und Energien haben, Essen zu kochen!

– Wenn der Besuch sich ankündigt, bittet den Besuch, essen zu kochen und mitzubringen. Ein warmes Essen Hält Leib und Seele zusammen!

– es kann auch mal mehr oder weniger Euer liebster Lieferservice sein – denn der Partner soll auch mit im Bett liegen und kuscheln!

– mindestens in den ersten 14 Tagen andere einkaufen und sich bekochen lassen.

Netzwerk aufbauen

–  sucht Euch vor dem Wochenbett schon Adressen und Kontakte für eventuelle Hilfe.

– Schaut in Eurer Nachbarschaft schon einmal ob Ihr Kontakte knüpfen könnt mit Familien und Euch eventuell zusammen tun könnt, damit Ihr Euch gegenseitig unterstützt.

– eventuell, bei Bedarf eine Mütterpflegerin fürs Wochenbett organisieren Eine Mütterpfegerin kann Euch bei den wichtigsten Dingen im Wochenbett Unterstützung geben. Sie ist für Euch da und gibt Euch in dieser neuen Phase eine gute Entlastung.

→bei der Krankenkasse und Arzt im Vorfeld nachfragen, wie diese dazustehen wegen eventuell Verschreibung einer Mütterpflegerin

– Zieht Eure Familie mit ein, wenn Ihr das möchtet. Klärt vorher ab, wo sie Euch unterstützen kann. Und wenn es nur ein warmes Essen pro Tag ist oder sie einfach mal Euren Kühlschrank mit guten und gesunden Lebensmitteln voll machen.

Jede Frau findet ihren eigenen Weg, ihr Wochenbett vorzubereiten. Jede einzelne Frau braucht für ihr Wochenbett etwas anderes oder mehr bzw. weniger. Wichtig ist es, dass wir es uns so machen, wie wir es uns wünschen. So schön, warm und gemütlich, dass wir uns wohl fühlen. Ruhe, Geborgenheit und das wir uns sicher fühlen – das brauchen wir alle für unser Wochenbett. 

 

(Quellen: „Alles rund ums Wochenbett – Viresha Julia Bloemeke , „Das Wochenbett“ – Loretta Stern und Anja Constance Gaca , „Guter Hoffnung“ – Kareen Dannhauer)